Wer benötigt eine kraniale Rekonstruktion und was bedeutet das überhaupt?

Eine kraniale (den Schädelknochen betreffende) Rekonstruktion wird benötigt, wenn aufgund eines Unfalles oder einer Erkrankung innerhalb des Schädels eine Eröffnung und Entfernung des Schädelknochens notwendig wird. Dieser Eingriff, der in der Fachsprache als Kraniotomie bezeichent wird, wird häufig bei Patienten mit schweren Schädelverletzungen im Rahmen von Verkehrsunfällen oder Stürzen, aber auch bei Patienten mit Schlaganfällen durchgeführt. Oftmals wird hier der eigene Knochen aufbewahrt und im späteren Verlauf als kraniale Rekonstruktion wieder eingesetzt. Hierdurch wird vor allem die Schutzfunktion des Schädelknochens für das darunterliegende Gehirn wiederhergestellt, aber auch kosmetisch wird die Schädelform durch den Eingriff wieder hergestellt.

An wen richtet sich das Register?

Das Register richtet sich an Patienten denen, aufgrund einer Erkrankung des zentralen Nervensystems (wie z.B. einer Hirnblutung oder eines Schlaganfalles), ein Teil des Schädelknochens entfernt wurde und die in Zukunft von einer Wiederherstellung der Knochenstrukturen des Schädels betroffen sein werden.

Was bedeutet die Teilnahme am Register für mich als Patient?

Durch die Teilnahme an diesem Register ändert sich in keiner Weise die Therapie welche Ihnen als Patient zu Teil wird. Die Studie zeichnet lediglich, den Krankheits- und Behandlungsverlauf auf um die Behandlung weiter zu verbessern und um Wege zu entwickeln die Sicherheit des Patienten nachhaltig zu stärken. Der Umgang mit den Patientendaten unterliegt hierbei selbstverständlich höchsten Sicherheitsansprüchen und die Daten werden in pseudonymisierter1 Form für die Dauer der Datensammlung aufgezeichnet und nach Abschluss der Aufzeichnung anonymisiert2. Somit wird gewährleistet das eine Identifikation der Studienteilnehmer für Dritte nahezu unmöglich ist.

1 Pseudonymisieren ist das Ersetzen des Namens und anderer Identifikationsmerkmale durch ein Kennzeichen
zu dem Zweck, die Identifizierung des Betroffenen auszuschließen oder wesentlich zu erschweren (§ 3 Abs. 6a
Bundesdatenschutzgesetz).
2 Anonymisieren ist das Verändern personenbezogener Daten derart, dass die Einzelangaben über persönliche
oder sachliche Verhältnisse nicht mehr oder nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten
und Arbeitskraft einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person zugeordnet werden können (§ 3 Abs. 6
Bundesdatenschutzgesetz)

Welche Kliniken nehmen an dem Programm teil?

Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau
Helios Kliniken Schwerin
Klinikum Duisburg
Klinikum Idar-Oberstein
Klinikum Kassel
Klinikum Ludwigsburg
Universitätsklinikum Bonn
Universitätsklinikum Düsseldorf
Universitätsklinikum Göttingen
Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf
Universitätsklinikum Heidelberg
Universitätsklinikum Jena
Universitätsklinikum Köln
Universitätsklinikum Leipzig
Universitätsklinikum Regensburg
Universitätsklinikum Rostock

Stand 03.08.2015